Ostschweizer Digitalisierungs- & KI-Barometer
Report 2026
Inhaltsverzeichnis
1Einleitung
- 1.1Methodik
- 1.2Stichprobe und Einordnung
2Hoher Digitalisierungsstand in der Ostschweizer Stichprobe
- 2.1Digitalisierung von Produkten/Dienstleistungen/Prozessen
- 2.2Eigener Wissensstand
- 2.3Digitale Champions – Wer sind sie?
3Digitale Champions – Wer sind sie?
4Von den digitalen Champions lernen
- 4.1Priorität digitale Projekte
- 4.2Strategie Digitale Transformation
- 4.3Strategie Künstliche Intelligenz
- 4.4Überprüfung Fortschritt digitale Transformation
- 4.5Priorität digitale Projekte
5Herausforderungen in der Digitalisierung
- 5.1Digitale Kompetenz
- 5.2Datenverarbeitung
- 5.3Top-5-Hürden
- 5.4Angebot Weiterbildung
- 5.5Schulung in Ethik
- 5.6Unterstützung durch oberste Führungsebene
6Ausblick: Stärken und Entwicklungsfelder
7Anhang: Fokus KI
- 7.1Large Language Models (LLMs)
- 7.2Proprietäre Modelle
- 7.3Open-Source-Modelle
- 7.4Eigenkreation
Die Ostschweiz im digitalen Aufbruch
Caroline Obolensky
CEO TIDIT
Die digitale Transformation und der Einsatz von KI sind im Unternehmensalltag angekommen – schneller, als Strategien, Kompetenzen und Governance-Strukturen nachziehen können. Mit dem Digitalisierungs- und KI-Barometer Ostschweiz schafft das TIDIT eine empirische Grundlage, um diese Dynamik sichtbar zu machen. Ziel der Studie ist es nicht, Unternehmen zu bewerten, sondern Orientierung zu geben. Die Ergebnisse zeigen, wie besonders digital aktive Unternehmen KI nutzen, wie weit sie in der digitalen Transformation fortgeschritten sind und wo selbst diese „digitalen Champions“ an Grenzen stossen.
Digitale Transformation braucht in erster Linie digitale Kompetenzen. Wo Kompetenzen fehlen, entstehen Unsicherheit, Abhängigkeit und Vertrauenslücken. Der Digitalisierungsbarometer 2024 der Stiftung Risiko-Dialog zeigt, dass 31 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz über keine grundlegenden digitalen Kompetenzen verfügen. Digitale Souveränität entsteht deshalb nicht durch Technologie allein, sondern durch kontinuierlichen Kompetenzaufbau.
Die vorliegende Studie ist als Ausgangspunkt einer langfristigen Beobachtung angelegt. Wir laden Unternehmen ein, die Ergebnisse als Impuls für ihre eigene Weiterentwicklung zu nutzen und sich an der nächsten Erhebung im Januar 2027 zu beteiligen. In dieser ersten Ausgabe haben vor allem digital aktive Unternehmen teilgenommen. Um ein vollständigeres Bild der Ostschweiz zu erhalten, brauchen wir im kommenden Jahr auch jene, die sich noch auf dem Weg befinden. Jede Teilnahme stärkt die gemeinsame Wissensbasis und trägt dazu bei, die digitale Zukunft der Ostschweiz faktenbasiert und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ausgewählte Einblicke in den Report:
Sind in Ihrem Unternehmen Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse zunehmend digitalisiert?
Selektives Sample mit überdurchschnittlicher Digital- und KI-Affinität
95 % mit digitalisierten Produkten, Prozessen oder Services - das ist Champion-Niveau. Die Ergebnisse stehen damit nicht für den Durchschnitt, sondern für eine überdurchschnittlich digital aktive Teilgruppe.
Ist Ihnen für Ihr Unternehmen eine Strategie zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz bekannt?
KI ist angekommen - Strategien sind noch selten
Die digitalen Champions der Ostschweiz kennen viel häufiger eine KI Strategie im Vergleich zur Gesamtschweiz.
Digitale Champions unterscheiden sich auch durch die Priorität, die sie digitalen Themen strategisch geben
Welche Eigenschaften zeichnen die Vorreiter-Gruppe aus?
Das sind die Ostschweizer Champions
- 36% Sekundär- und 59% Tertiärbranche
- Mehrheit KMU
- Breite Umsatzstruktur
- Überwiegend urban
- 82% Antworten aus der Geschäftsleitung
Bietet Ihr Unternehmen Weiterbildungsangebote zu KI und digitalen Themen für Mitarbeitende an?
Werden Mitarbeitende in ethischen Fragestellungen der KI geschult?
KI-Schulungen sind noch die Ausnahme
Weiterbildungsangebote zu KI und digitalen Themen sind noch nicht flächendeckend etabliert. Weniger als die Hälfte der Unternehmen bietet entsprechende Schulungen für Mitarbeitende an. Hier besteht erhebliches Potenzial beim systematischen Aufbau digitaler Kompetenzen.
Wie schätzen Sie Ihre digitale Kompetenz (orange) und die Ihrer Mitarbeitenden (weiss) ein?
Digitale Kompetenzen bleiben der Engpass
Oft wird die eigene digitale Kompetenz höher eingeschätzt als jene der Mitarbeitenden.
Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse eine starke Unterstützung der digitalen Transformation durch die oberste Führungsebene.
Insgesamt ist die digitale Transformation in der Ostschweiz klar auf Führungsebene verankert.
Wie gut ist Ihr Unternehmen aufgestellt, um grosse Datenmengen zu verarbeiten und zu analysieren?
Hohe Digitalisierungsaktivität, aber strukturelle Hürden bleiben
Knapp ein Viertel der Unternehmen hat Schwierigkeiten bei der Analyse grosser Datenmengen. Herausforderungen liegen oft in fehlenden Ressourcen, Know-how, Zeit und organisatorischen Voraussetzungen.
Über das TIDIT
Das Thurgauer Institut für Digitale Transformation (TIDIT) ist ein An-Institut der Universität Konstanz und der Hochschule für Technik, Wirtschaft, Gestaltung (HTWG) Konstanz. Es wird durch die Thurgauische Stiftung für Wissenschaft und Forschung getragen. Das Institut wurde 2024 gegründet und fördert interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft mit Fokus auf Probabilistische KI und Datensysteme. Als Brücke zwischen Forschung und Praxis unterstützt das TIDIT insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Ostschweiz bei der Entwicklung und Umsetzung von Forschungskooperationen. Ziel des Instituts ist es, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit durch datengetriebene Lösungen gezielt zu fördern.
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